Ökumenischer Gottesdienst auf der Landesgartenschau
Zeichen für Klimagerechtigkeit gesetzt

VON JAN GLOBACEV

Bad Lippspringe. Der vergangene Sonntag im GlaubensGarten im Bad Lippspringer Waldpark stand ganz im Zeichen des Klimaschutzes. „Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie groß Ihr ökologischer Fußabdruck ist?“, fragte Pfarrerin Antje Lütkemeier die Besucher des ökumenischen Gottesdienstes, die aus nah und fern gekommen waren.

Man wolle sich für Klimagerechtigkeit einsetzen, was nicht als moralischer Zeigefinger verstanden werden sollte, fasste Pfarrerin Lütkemeier die Idee zusammen. Gerade an diesem besonderen Ort im Kurwald auf der Landesgartenschau habe man die Schönheit der Schöpfung direkt vor Augen. Unter dem Motto „Auf großem Fuß – Unsere Klima-Spuren“ wurde auf die dringende Notwendigkeit hingewiesen, das Klima und damit den Lebensraum von Menschen und Tieren zu schützen. „Wir können die Welt nicht alleine retten, aber wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet, ist schon viel getan“, sagte die Lippspringer Gemeindepfarrerin. In einem Anspiel wurde verdeutlicht, dass man bereits bei kleinen Veränderungen im Alltag das Klima schützen kann, so bei der Mobilität, dem Bekleidungskauf, beim Wasserverbrauch oder beim Nahrungsmittelkonsum. Man müsste nur damit anfangen und seinen Alltag bewusster leben.

Neben dem Gottesdienst gab es im GlaubensGarten noch weitere Aktionen und zahlreiche Informationen rund um dem Klimaschutz und die Bewahrung der Schöpfung. So konnten die Besucher beim Klimaschutzbeauftragten des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, Bruno Bozionek, ihren eigenen ökologischen Fußabdruck berechnen (www.fussabdruck.de) oder sich vom Experten Anregungen und Tipps geben lassen.

Außerdem sorgte der Schauspieler Heiko Grosche mit seinem Koffertheater und seiner „Entstehung der Erde in 7 Minuten“ für einen humoristischen Einstieg ins Thema. Mit diversen Requisiten demonstrierte er die Entstehung der Erde – in wenigen Minuten, dafür umso eindrucksvoller.

Fotos: Jan Globacev


Erstes Fazit zum GlaubensGarten

Nach über zwei Monaten zieht Gemeindepfarrerin und Projektleitern des Glaubensgartens, Antje Lütkemeier, eine positives Zwischenbilanz: „Unser GlaubensGarten kommt bei den Besuchern sehr gut an, wir bekommen viele positive Rückmeldungen und freuen uns, dass auch Gemeindegruppen den Ort für Ihre Veranstaltungen nutzen. Regelmäßig finden verschiedenste Andachten und Gottesdienste der beteiligten Religionen statt.“ An Spitzentagen kämen bis zu tausend Besucher im Garten vorbei. Am Projekt würden sich aktuell circa 130 Ehrenamtliche im Präsenzdienst (direkt vor Ort) beteiligen, insgesamt engagierten sich rund 370 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

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