Partnerurkunde wechselt von Haupt- zur Gesamtschule
ZEHN JAHRE Schulpartnerschaft zur Rulanda-Schule in Tansania

VON AXEL LANGER

Mit vielen Ideen setzt die Gesamtschule Salzkotten die Schulpartnerschaft zur Rulanda-Schule in Tansania fort. Mit dabei: (v.li.) die Lehrerinnen Ruth Drüke, Alexandra Bröckling, Silvie Kraatz, Nastasija Czwink, Daniela Schmitz, Sozialarbeiterin Margret Neuhäuser, Bertold Fischer, Leiter der Gesamtschule, Robert Behnke, Leiter der Hauptschule, Bürgermeister Ulrich Berger und der Vorsitzende des Salzkottener Schulausschusses Norbert Menke.  FOTO: AXEL LANGER

Mit vielen Ideen setzt die Gesamtschule Salzkotten die Schulpartnerschaft zur Rulanda-Schule in Tansania fort. Mit dabei: (v.li.) die Lehrerinnen Ruth Drüke, Alexandra Bröckling, Silvie Kraatz, Nastasija Czwink, Daniela Schmitz, Sozialarbeiterin Margret Neuhäuser, Bertold Fischer, Leiter der Gesamtschule, Robert Behnke, Leiter der Hauptschule, Bürgermeister Ulrich Berger und der Vorsitzende des Salzkottener Schulausschusses Norbert Menke. FOTO: AXEL LANGER

SALZKOTTEN – „Wir haben gesehen wie die Schulpartnerschaft geht, wir wollen das gerne weiterführen“, brachte es Bertold Fischer, Leiter der Salzkottener Gesamtschule, bei einer Feierstunde in der Mensa der Gesamtschule auf den Punkt. Zehn Jahre hat die Hauptschule Salzkotten die Schulpartnerschaft zur „Primary-School“ in Rulanda in Tansania mit Leben gefüllt. Mit dem Auslaufen der Hauptschule tritt nun die Gesamtschule in die Partnerschaft ein und wird sie fortführen.

Die Schulpartnerschaft zwischen der Rulanda-Schule, die in der Nähe der Stadt Bukoba am Viktoria-See liegt, und der Salzkottener Johannes-Schule wurde 2007 geschlossen. Die Kooperation ergänzt die seit 1990 bestehende Partnerschaft des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn mit dem Kirchenkreis Kusini B in Tansania. Die Rulanda-Schule zählt rund 960 Schüler der Klassen eins bis sieben. Sie werden von 12 Lehrern unterrichtet. „Bildung bedeutet für die Kinder in Tansania Überleben und schafft eine Existenzgrundlage. Für viele Kinder stellt Bildung einen Weg aus der Armut dar“, so Jürgen Nachtigall, Vorsitzender des Arbeitskreises Tansania im Kirchenkreis. „Doch dies gelingt nur wenigen. In der ersten Klasse starten 120 Schüler, die siebte Klasse wird nur noch von 38 Schülern besucht“, ergänzte Sozialarbeiterin Margret Neuhäuser, die bereits selbst vor Ort war. Schulgeld und die privat zu finanzierenden Schuluniformen nannte sie als  Gründe.

Laut Bertold Fischer hat die Gesamtschule großes Interesse, die Schulpartnerschaft zu übernehmen. „Der Besucher einer Delegation aus Tansania an der Hauptschule vor fünf Jahren ist auch bei uns in guter Erinnerung geblieben“, so Fischer. Künftig möchte er sich um eine weitere Partnerschule für den Bereich der Sekundarstufe II bemühen.

Die Grundlagen für die Partnerschaft legte Margret Neuhäuser bei einem Besuch in Tansania. „Die Partnerschaft war eine echte Herzenssache“, erinnerte sie sich. „Die Unterrichtsbedingungen waren an der Rulanda-Schule anfangs sehr schlecht. Die Schüler saßen auf dem Boden und das Dach war undicht. Nach einem Projekttag an der Hauptschule in Salzkotten wurden Spendengelder gesammelt, mit deren Hilfe Renovierungsarbeiten an der Schule durchgeführt werden konnten“, berichtete Neuhäuser. Seitdem wurden immer wieder Aktionen an der Hauptschule organisiert, um die Rulanda-Schule zu unterstützen.

Aktionen wie das Waffelbacken sollen auch künftig weitergeführt werden. Für die Gesamtschullehrerinnen Alexandra Bröckling und Daniela Schmitz sind auch Brieffreundschaften oder globales Lernen denkbar sowie das Unterrichtsthema Fairtrade oder eine Begegnungsreise.

Für zehn Jahre gelebte Partnerschaft dankte Salzkottens Bürgermeister Ulrich Berger den Verantwortlichen an der Johannes-Schule. Sie fördere Freundschaft, gegenseitiges Verständnis und die interkulturelle Kompetenz.

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