Partnerschaft mit Tansania

Gottesdienst in der Johanneskirche Paderborn mit der afrikanischen Gemeinde Faith Revival Ministry und einer Delegation aus dem tansanischen Partner-Kirchenkreis Kusini B: (ab 2. v. l.) Pastorin Dolly Omoregie (FRM), Pfarrerin Britta Schwiete (Johannes-Bezirk), Superintendent Phenias Lwakatare (Kirchenkreis Kusini B) und Superintendent Volker Neuhoff (Evangelischer Kirchenkreis Paderborn). Foto: EKP-Archiv/Heide Welslau

Gottesdienst in der Johanneskirche Paderborn mit der afrikanischen Gemeinde Faith Revival Ministry und einer Delegation aus dem tansanischen Partner-Kirchenkreis Kusini B: (ab 2. v. l.) Pastorin Dolly Omoregie (FRM), Pfarrerin Britta Schwiete (Johannes-Bezirk), Superintendent Phenias Lwakatare (Kirchenkreis Kusini B) und Superintendent Volker Neuhoff (Evangelischer Kirchenkreis Paderborn). Foto: EKP-Archiv/Heide Welslau

Seit 1990 verbindet den Evangelischen Kirchenkreis Paderborn eine Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Kusini B (d. h. „Süd B“) in der Nordwestdiözese (NWD) der Evangelisch–Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT). Kusini B mit dem Sitz des Superintendenten in Ilemera liegt am Westufer des Viktoria-Sees. Zum Kirchenkreis Kusini B gehören sechs Gemeinden mit ca. 26.000 Christen.

Wir sind Schwestern und Brüder durch Jesus Christus. Das macht uns zu gleichberechtigten Partnern, dem starken ökonomischen Gefälle zwischen unseren Kirchenkreisen zum Trotz. Wir beten füreinander, schreiben Briefe, Mails und (vor allem) sms, tauschen Mitarbeitende aus und besuchen uns regelmäßig.

Pastor Phenias Lwakatare, der z. Zt. „District Pastor“ (Superintendent) ist, sagt immer: „Partnerschaft braucht Beine.“ Nichts kann den persönlichen Kontakt ersetzen. Viele Reisen hin und her haben die Partnerschaft für viele Menschen in beiden Kirchenkreisen lebendig und wichtig gemacht. Berichte und Bilder siehe unten.

„Nicht was wir haben, sondern was wir sind“

Dass unsere tansanischen Geschwister in Armut leben, tut uns weh. Finanzielle Unterstützung und Mithilfe, um die schlimmste Not abzuwenden, sind selbstverständlich. Aber unsere Geschwister sind nicht nur arm. Mit ihrer Gastfreundschaft, Herzlichkeit und Gottvertrauen haben sie uns tief berührt und reich beschenkt. „Nicht was wir haben, sondern was wir sind, ist wichtig“, hat es Pastor Phenias einmal auf den Punkt gebracht.

„Euer Überfluss diene ihrem Mangel“ (2. Kor. 8, 14)

Alles, was wir in unserem Partnerkirchenkreis unterstützen, geschieht auf Wunsch unserer Geschwister und in enger Absprache zwischen den Partnerschafts-Ausschüssen unserer Kirchenkreise. Gefördert wurden u. a.:

  • gegenseitige Besuche und Workshops der Partner
  • Hilfe bei Naturkatastrophen (2009 Unwetter / 2011 Dürre)
  • Bau von Wassertanks
  • Krankenstation (Dispensary) in Ilemera. Finanziert wurden bisher der Bau der Krankenstation, Mitarbeiterwohnungen und ein Neubau des Labors, den veränderte staatliche Auflagen nötig machten. Durch den „Poor Patients Fund“ (PPF) bekommen mittellose Menschen eine medizinische Versorgung. Der Nachweis der Bedürftigkeit wird von den Ortspfarrern und Evangelistinnen/Evangelisten attestiert.
  • Kirchbau, Kirchanbauten und Kirchrenovierungen: Die Gemeinden sind lebendig und wachsen stark. Die Gebäude dienen dem ganzen Ort als Gemeinschaftshäuser.
  • Frauenarbeit (Bethania): Unterstützt wird ein Gästehaus in Ilemera. Die Einnahmen helfen der Frauenarbeit, regelmäßige Treffen durchzuführen, auf denen sich die Frauen in ihren täglichen Herausforderungen unterstützen.
  • SACCOS, eine Mikrokreditbank, die Kleinstkredite vergibt.
  • Education Fund, ein Fonds, aus dem junge Menschen einen Zuschuss für den (bis 2015 kostenpflichtigen) Besuch einer Secondary School (weiterführende Schule) erhielten. Jetzt dient er dazu, die jungen Menschen mit Schulmaterialien und Schuluniformen zu unterstützen.
  • University Fund: Daraus werden Darlehen und Stipendien für College- und Universitätsstudierende bezahlt. Aus der Rückzahlung der Darlehen an die Partner werden weitere Studierende finanziert.
  • Zwei Grundschulen werden durch Schulpartnerschaften gefördert, die Rulanda Primary School und die Bugara Primary School. Rulanda ist mit der Johannes-Hauptschule und der Gesamtschule Salzkotten verbunden, Bugara mit der Lindenschule in Vinsebeck (bei Steinheim).

Flyer

Informationen zu aktuellen Projekten finden Sie in Flyern zu den Themen:

Kontakt

Wer unterstützen möchte und/oder nähere Informationen wünscht, wendet Sie sich bitte an den Partnerschafts-Arbeitskreis Tansania des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn.
Der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Nachtigal gibt gerne Auskunft, Tel. 05272/6315; E-Mail: jnachtigal@t-online.de
Der Ausschuss trifft sich ca. alle sechs Wochen, zumeist im Bonhoeffer-Haus der Ev. Gemeinde in Altenbeken, Bahnhofstr. Interessierte sind herzlich willkommen.

Spendenkonto

Kreiskirchenamt Paderborn
IBAN: DE53 4765 0130 0007 0021 99
BIC: WELADE3LXXX
Sparkasse Paderborn-Detmold

(Bei Unterstützung eines konkreten Projektes bitte dieses als Stichwort angeben.)

Weitere Informationen:

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