BEGEISTERND Premiere des tansanisch-deutschen Projektchors
Tansania-Chorreise zum Kirchenkreis-Jubiläum

Bereits beim Einzug des tansanisch-deutschen Projektchors in die Martin-Luther-Kirche sprang der Funke über. Dass das gut einstündige Konzert bei den 200 Besuchern sehr gut ankam, zeigten kräftiger Applaus und fröhliche Gesichter. FOTO: EKP/HEIDE WELSLAU

Bereits beim Einzug des tansanisch-deutschen Projektchors in die Martin-Luther-Kirche sprang der Funke über. Dass das gut einstündige Konzert bei den 200 Besuchern sehr gut ankam, zeigten kräftiger Applaus und fröhliche Gesichter. FOTO: EKP/HEIDE WELSLAU

PADERBORN (ekp/wels). Anlässlich des diesjährigen Jubiläums „175 Jahre Evangelischer Kirchenkreis Paderborn“ ist ein Chor aus dem tansanischen Partner-Kirchenkreis Kusini B / Ilemera noch bis zum 26. Oktober hier zu Gast. Die Chorreise mit Konzerten und Gottesdiensten in evangelischen Gemeinden der Kreise Höxter und Paderborn zeige, „wie eng unsere Kirchenkreise miteinander verbunden sind“, meinte Superintendentin Anke Schröder während des Konzerts im Paderborner Martin-Luther-Zentrum und dankte allen Beteiligten.

Im Rahmen der Chorreise hat sich ein Projektchor mit 12 einheimischen Sängerinnen und drei Sängern gebildet. Drei Tage lang probten sie mit den 13 Tansaniern in der Bildungsstätte Himmighausen (Nieheim/Kreis Höxter) und wohnten hier auch überwiegend unter einem Dach. Über die Besonderheiten der jeweiligen Kultur wurde dabei teilweise bis tief in die Nacht miteinander geredet. Als Dolmetscher half Fortunatus Kabigiza aus Bukoba (Tansania), der in Berlin studiert.

Das tolle Ergebnis des Chorprojekts war bei der Konzertpremiere am Samstag (17.10.) in Paderborn zu erleben. Im Martin-Luther-Zentrum begrüßte Pfarrerin Christine Grünhoff 200 Besucher. Diese ließen sich ebenso wie die deutschen Mitglieder des Chorprojekts von der Lebensfreude der Tansanier anstecken: Sie klatschten mit bei rhythmischen Spirituals aus Tansania, u. a auf Swahili, und applaudierten ebenso kraftvoll nach Kirchenmusik wie dem Lied „Non nobis Domine“ aus der Renaissance. Leiter des Chorprojekts sind Kantor Ulrich Schneider (Bad Lippspringe) und Fredrick Ndamugoba Mutahangarwa (Tansania). Ihn machte es glücklich zu sehen, dass auch Konzertgäste in Deutschland mitsingen und -tanzen.

Drei Mitglieder des Arbeitskreises Tansania, der die Chorreise unter Leitung von Pfarrer Ulrich Beimdiek (Steinheim) und Pfarrer i. R. Peter Dalheimer (Paderborn) organisiert hatte, machten beim Chorprojekt mit: Bärbel und Jürgen Nachtigal aus Brakel und Ilia Wegner aus Borchen. Dr. Alfred Daniels, der Mitglied in der Kantorei Warburg ist, hat das Singen auf Swahili besonders viel Spaß gemacht. Und für Sigrid Tenge-Erb, die als Sängerin im Paderborner Chor Klangkult aktiv ist, war es eine neue Erfahrung, „dass man religiöse Lieder so voller Freunde singen kann“.

Mitglied der Gruppe aus Tansania war auch Superintendent Phenias Lwakatare. Er überbrachte herzliche Grüße aus dem Partner-Kirchenkreis in der Nordwest-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania am Westufer des Victoriasees. Die Zahl der Christen im Kirchenkreis Kusini B / Ilemera steige, informierte er: Zurzeit seien es 26.000 Christinnen und Christen. Pro Jahr gebe es 300 Taufen von Kindern und Erwachsenen.

Zur Chorreise gehört ein Begleitprogramm, das unter anderem zum Waldinformationszentrum Hammerhof in Warburg und zur Wartburg in Eisenach führt. Wer den Chor aus Tansania noch im Paderborner Raum erleben möchte, hat dazu Gelegenheit beim Konzert am Freitag, 23. Oktober, um 19 Uhr auf dem Kulturgut Winkhausen – zusammen mit dem „Kleinen, feinen Chor“ aus Verlar, sowie im Gottesdienst am Sonntag, 25. Oktober, um 10 Uhr in der Abdinghofkirche Paderborn.

Siehe auch Fotostrecke Tansanisch-deutscher Projektchor

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