DELBRÜCK Vorerst letzten Gottesdienst in Segenskirche gefeiert
Startschuss für Sanierung des Gemeindezentrums

Eine Visualisierung des Architektenbüros RSK-Architekten zeigt wie die Fassade des zukünftigen Gemeindezentrums aussehen wird.

Eine Visualisierung des Architektenbüros RSK-Architekten zeigt wie die Fassade des zukünftigen Gemeindezentrums aussehen wird.

VON AXEL LANGER

Vor Beginn der Sanierung und des Umbaus des evangelischen Gemeindezentrums in Delbrück wurde die Kirche leer geräumt: Hier tragen Michael Rinne (li.) und Ortwin Schneider die Taufschale hinaus. Im Hintergrund die Orgel, die abgebaut und eingelagert wird. FOTO: AXEL LANGER

Vor Beginn der Sanierung und des Umbaus des evangelischen Gemeindezentrums in Delbrück wurde die Kirche leer geräumt: Hier tragen Michael Rinne (li.) und Ortwin Schneider die Taufschale hinaus. Im Hintergrund die Orgel, die abgebaut und eingelagert wird. FOTO: AXEL LANGER

DELBRÜCK – Für viele Christen der evangelischen Segensgemeinde Delbrück war es ein bewegender Augenblick: Zum Abschluss des vorerst letzten Gottesdienstes vor der Grundsanierung des Gemeindezentrums Ende Januar wurden die Osterkerze, das Taufbecken und der Kerzenschmuck des Altars von Mitgliedern des Presbyteriums aus der Kirche getragen. In der Woche danach wurden dann viele Kisten gepackt, Tische und Stühle rausgetragen und das Gemeindezentrum weitgehend leergeräumt.

Gut vorbereitet kamen zahlreiche Helfer ins Gemeindezentrum, um Schränke abzubauen, das Mobiliar und viele Einrichtungsgegenstände in einen Lagerraum zu transportieren. Ein Lkw stand bereit, um das Inventar zu transportieren. Zwei Mal pendelte er randvoll beladen. Eine weitere Fahrt ging ins katholische Johanneshaus, Am Kirchplatz in Delbrück, um Gesangbücher und weitere für den Gottesdienst notwendige Dinge dorthin zu bringen. Im Februar findet der evangelische Gottesdienst vorübergehend im Elisabeth-Saal des Johanneshauses statt. Ab März dann in der St. Antonius-Kapelle im Kinder- und Jugenddorf in der Lohmannstraße. Das Johanneshaus bleibt jedoch bis zur Fertigstellung des evangelischen Gemeindezentrums in ca. zehn Monaten Treffpunkt für viele Gemeindegruppen und beherbergt auch das Gemeindebüro. Die Öffnungszeiten bleiben unverändert: dienstags 9 bis 12 Uhr; donnerstags 14 bis 17 Uhr; die Telefonnummer ebenso: 05250 / 53461. „Wir sind unserer katholischen Schwestergemeinde sehr dankbar für die unkomplizierte und großzügige Hilfe“, so Pfarrerin Claudia Hempert-Hartmann.

Nachdem auch schon weite Teile der Deckenverkleidung abgeschraubt wurden, folgen Ende Februar Abbau und Einlagern der Orgel durch ein Fachunternehmen. Ist der Kirchraum völlig leer, wird der Fußboden entfernt, das Dach erneuert, ein weiterer Raum angebaut, die Küche verlagert und eine Rollstuhlrampe künftig einen barrierefreien Zugang ermöglichen. Zusätzliche Fluchtwege, neue Fenster und eine neue Heizung sind ebenfalls Teil der Baumaßnahmen.

Völlig neu gestaltet wird der Kirchraum: Der Altar rückt vor die jetzige Fensterfront – optisch hervorgehoben durch einen Baldachin. Dafür weichen zwei Fensterelemente, die verbleibenden werden im Gegenzug bodentief. Auch die Orgel erhält eine neue Position.

„Wenn die Bauarbeiten gut voranschreiten, sollen die Weihnachtsgottesdienste im Dezember in dem grundsanierten Gemeindezentrum gefeiert werden“, so Pfarrerin Hempert-Hartmann. Mit Gesamtkosten in Höhe von etwa 1,4 Millionen Euro wird gerechnet. „Als Gemeinde wären wir alleine nicht in der Lage diese große Summe zu stemmen. Dankenswerterweise unterstützt uns der Kirchenkreis und somit die Finanzgemeinschaft der Kirchengemeinden“, informiert die Pfarrerin.

Sorgfältig werden auch die Kirchenfenster vor der Einlagerung verpackt. Mit dabei ist auch Pfarrerin Gabriele Hische (rechts hinten); nicht im Bild ist Pfarrerin Claudia Hempert-Hartmann. FOTO: AXEL LANGER

Sorgfältig werden auch die Kirchenfenster vor der Einlagerung verpackt. Mit dabei ist auch Pfarrerin Gabriele Hische (rechts hinten); nicht im Bild ist Pfarrerin Claudia Hempert-Hartmann. FOTO: AXEL LANGER

Mit Lkw und mehreren Anhängern wurde das Inventar der Kirchengemeinde mithilfe vieler engagierter Helfer in eine Lagerhalle transportiert. FOTO: AXEL LANGER

Mit Lkw und mehreren Anhängern wurde das Inventar der Kirchengemeinde mithilfe vieler engagierter Helfer in eine Lagerhalle transportiert. Der Glockenturm (links) bleibt bestehen.  FOTO: AXEL LANGER

 

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