BRIEFWECHSEL UND MUSIK in „Maria im Weinberg“ Warburg
Jessica Burri bringt Frauen der Reformation zu Gehör

Jessica Burri am altenglischen Saiteninstrument Dulcimer tritt am 23. April in Warburg auf. FOTO: PRIVAT

Jessica Burri am altenglischen Saiteninstrument Dulcimer tritt am 23. April in Warburg auf. FOTO: PRIVAT

WARBURG (ekp). Die Veranstaltung „Die Apostel Gottes: Frauen der Reformation“ mit Jessica Burri, Sopran und Dulcimer (altenglisches Saiteninstrument), findet am Sonntag, 23. April, um 17 Uhr, in der Kirche „Maria im Weinberg“, Brüderkirchhof 3, in Warburg statt. Im Programm geht es um die Streitbriefe dreier Frauen, die sich für die Reformation stark machten, und dreier Männer sowie um Kirchenlieder der Zeit. Veranstalter sind der Synodale Ausschuss für Frauenarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn und die Evangelische Studierende Gemeinde Paderborn. Der Eintritt ist frei; um eine Spende wird gebeten.

Jessica Burri trägt Auszüge dieser Briefe vor, in denen die Frauen zum Ausdruck brachten, wie viel ihnen die Reformation bedeutete. Die Männer waren empört und zutiefst verunsichert, was anhand der Beleidigungen den Frauen gegenüber klar wird. Argula von Grumbach verlor letztendlich ihre Existenz. Katharina Zell stritt sich mit einem ehemaligen Schützling ihres Mannes. Ursula Weyda prangerte den Lebenswandel des Abts Simon von Pegau an und wurde schwer angegriffen. Alle drei Frauen brachten theologische Begründungen ein. Vor allem betonten sie, dass Christen sich nur nach der Bibel richten können. Das Programm wird abgerundet mit Kirchenliedern der Zeit, unter anderem aus Bet- und Gesangbüchern, herausgegeben von Katharina Zell, die vermutlich seit dem 16. Jh. nicht mehr zu Gehör gebracht wurden.

In den USA geboren, kam Jessica Burri nach dem Besuch der Eastman School of Music nach Köln, um ihre Ausbildung fortzusetzen. Im Laufe ihrer langjährigen Arbeit als Opern- und Konzertsängerin spezialisierte sie sich auf selbst komponierte und arrangierte Lieder auf dem Dulcimer, einem altenglischen Saiteninstrument. Ihr Repertoire reicht vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert.

Aus ihrer Arbeit entstand bereits das Programm „Märchen und Musik“, eine Zusammenstellung klassischer und selbst verfasster Märchen, ergänzt mit speziell komponierten Musikstücken und klangvollen Textuntermalungen.

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