Kirchenkreis

“Als lebendige Steine lasst euch aufbauen zu einem geistlichen Haus.” (I. Petrus 2, 5)

Ökumene in der Diaspora

Der Evangelische Kirchenkreis Paderborn ist geprägt durch seine Diaspora-Situation. Die evangelischen Christinnen und Christen stellen in den Kreisen Höxter und Paderborn eine Minderheit dar. Überall gibt es gute ökumenische Kontakte mit den katholischen Kirchengemeinden.

Reformation und Zuwanderung

Das Fenster in der St. Georgs-Kirche in Amelunxen (um 1910) zeigt den Reformator Martin Luther. Foto:Ansgar Hoffmann

Das Fenster in der St. Georgs-Kirche in Amelunxen (um 1910) zeigt den Reformator Martin Luther. Foto:Ansgar Hoffmann

Einige der evangelischen Kirchengemeinden bestehen seit der Reformation im 16. Jahrhundert: Amelunxen, Bruchhausen, Höxter und Herlinghausen (alle im Kreis Höxter). Die Mehrzahl der Kirchengemeinden entstand Mitte des 19. Jahrhunderts. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Kirchenkreis Paderborn starke Zuwächse zu verzeichnen: durch Flüchtlinge und Spätaussiedler; vor allem in den 80-er und 90-er Jahren.

Daten und Fakten

Der Evangelische Kirchenkreis Paderborn wurde 1840 gegründet. Zuvor war sein Gebiet Teil des Kirchenkreises Bielefeld. Er ist fast deckungsgleich mit dem Hochstift Paderborn: Der Kirchenkreis besteht aus den politischen Kreisen Höxter und Paderborn sowie aus der evangelischen Kirchengemeinde Lügde im Kreis Lippe. Insgesamt gehören zum Kirchenkreis Paderborn 17 evangelische Kirchengemeinden mit rund 80.000 Christinnen und Christen (Stand 3/3017); 1970 waren es rund 56.000, im Jahr 1990 rund 70.000.

Der Evangelische Kirchenkreis Paderborn ist einer von 28 Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Er kooperiert mit den Kirchenkreisen in Ostwestfalen. Mit 2.474 Quadratkilometern ist er der zweitgrößte Kirchenkreis innerhalb der EKvW. Die Evangelische Kirche von Westfalen ist eine von 20 Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Demokratie ganz praktisch

Miteinander diskutieren, Abstimmen und Beschlüsse fassen prägen die Synoden. Foto: EKP-Archiv Heide Welslau

Miteinander diskutieren, Abstimmen und Beschlüsse fassen prägen die Synoden. Foto: EKP-Archiv Heide Welslau

Die Evangelische Kirche von Westfalen hat eine presbyterial-synodale Ordnung: Die Kirche baut sich von der Gemeinde her auf. Die Gemeindemitglieder wählen das Presbyterium, das die Gemeinde leitet. Das Presbyterium wählt die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde, einschließlich Pfarrerin und Pfarrer.

Die Kirchengemeinden wirken an der Leitung des Kirchenkreises und der Landeskirche mit, indem sie Pfarrerinnen, Pfarrer und Abgeordnete in die Kreissynode und Landessynode entsenden.

Die Kreissynode beruft den Kreissynodalvorstand. Vorsitzende/r dieses Gremiums und der Kreissynode ist der/die Superintendent/in. Er/Sie leitet den Kirchenkreis.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn arbeiten 62 Pfarrerinnen und Pfarrer (in Kirchengemeinden, Schulen, verschiedenen Seelsorgebereichen) und 480 haupt- und nebenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (u.a. in Kindertageseinrichtungen, kreiskirchlichen Diensten, Verwaltung/Kreiskirchenamt, Gemeinden: Kirchenmusiker, Küster/innen, Gemeindesekretärinnen). Die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. hat rund 50 Beschäftigte. Rund 2500 Frauen und Männer engagieren sich ehrenamtlich in den Kirchengemeinden und über 200 in der Diakonie.

Die Superintendentur (der Dienstsitz des Superintendenten/der Superintendentin), die Verwaltung des Kirchenkreises (das Kreiskirchenamt), weitere kreiskirchliche Einrichtungen, das Gemeindeamt der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Paderborn und die Geschäftsstelle der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. befinden sich im “Haus der Evangelischen Kirche” in der Klingenderstr. 13, 33100 Paderborn

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