Grundstein gelegt: Bauarbeiten an der Moltkestraße 10 und 12 im Zeitplan
Bibel, Playmobil-Luther und Tageszeitungen erinnern an den Tag

Umbau und Erweiterung Kreiskirchenamt: Verwaltungsleiter Jürgen Jurczik, Superintendent Frank Schneider, Finn-Matthes, Architekt Reinhard Michel und Verwaltungsleiter Bernd Zirbes (v. l.) freuen sich bei der Grundsteinlegung, dass der Anbau im Zeitplan voranschreitet. Foto: Frauke Brauns

Umbau und Erweiterung Kreiskirchenamt: Verwaltungsleiter Jürgen Jurczik, Superintendent Frank Schneider, Finn-Matthes, Architekt Reinhard Michel und Verwaltungsleiter Bernd Zirbes (v. l.) freuen sich bei der Grundsteinlegung, dass der Anbau im Zeitplan voranschreitet. Foto: Frauke Brauns

Kirchenkreise Gütersloh/Halle/Paderborn – „Die Um- und Erweiterungsbauarbeiten am Kreiskirchenamt Gütersloh/Halle, die im Dezember 2016 begonnen haben, gehen gut voran“, freut sich Pfarrer Frank Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Gütersloh. Nachdem der Keller des Anbaues erstellt wurde, legten er und Architekt Reinhard Michel nun den Grundstein für den Neubau. Neben einer Urkunde, der neuen Luther-Bibel und dem Playmobil-Luther werden auch die örtlichen Tageszeitungen und die aktuelle Ausgabe der Kirchenzeitung Unsere Kirche in die Grundsteinkassetten gelegt, um an den Tag zu erinnern.

In seiner Andacht zur Grundsteinlegung bezog sich Superintendent Schneider auf die vier Windrichtungen, die für Anfang und Neubeginn (Osten), Licht und Fülle des Lebens (Süden), Abschied von Altem und Ankommen am Ziel (Westen) sowie Ruhe und Erholung (Norden) stehen. Der Grundstein liegt im neuen großen Konferenzraum, der durch dort stattfindende Andachten im Jahreszyklus auch ein Ort zum Kraftschöpfen sein soll.

Die wichtigste Veränderung gibt es zwischen den beiden Häusern Moltkestraße 10 und 12. Dort verbindet in Zukunft eine dreigeschossige gläserne Spange mit einem Treppenhaus und einem Aufzug, der Barrierefreiheit garantiert, die beiden Gebäude. Dahinter entsteht ein neuer Trakt mit zwei Etagen und einem Dachgeschoss. Im Erdgeschoss wird ein Konferenzraum mit Platz für 100 Personen zu finden sein; in den beiden Obergeschossen werden Büros eingerichtet; insgesamt entstehen circa 550 Quadratmeter zusätzliche Fläche. In der Glasspange befindet sich in Zukunft der Empfangsbereich. Architekt ist der Gütersloher Reinhard Michel („Architekturwerkstatt“). Michel geht davon aus, dass der Umbau im Herbst dieses Jahres beendet sein wird: „Wir sind im Zeitplan.“

Einige Abteilungen müssen während des Umbaus ausziehen: Die Fachreferate sind seit Oktober 2016 im ehemaligen Pfarrhaus an der Matthäus-Kirche, Matthäusweg 14. Die Superintendentur hat bereits im Sommer 2016 das Gebäude der Mediothek in der Schulstraße 13 bezogen.

Während der Neubau in die Höhe wächst, wird zeitgleich das Haus Moltkestr. 10 umgebaut. Toiletten und Nebenräume weichen für den Durchgang zum Neubau und werden an anderer Stelle im Gebäude neu geschaffen. Wenn diese Bauten abgeschlossen sind, ziehen Mitarbeitende aus der Moltkestraße 12 in die Räume Moltkestr. 10, damit der Umbau in Haus Nr. 12 beginnen kann. Ein für den ehemaligen Hotelbetrieb notwendiges Treppenhaus, das über drei Etagen führt, wird abgebrochen. An seiner Stelle entstehen neue Toiletten-Anlagen und ein Stuhllager für den neuen Konferenzraum. Der jetzige Eingangsbereich wird zu Büros umgebaut.

Das Haus Moltkestr. 10 wurde im Jahr 1896 als Reichsbank Nebenstelle Gütersloh errichtet, es steht unter Denkmalschutz. Deshalb erfolgen alle Arbeiten in Absprache mit den Denkmalbehörden. „Der starke Eindruck des Hauses Moltkestr. 10 als Solitär bleibt erhalten“, betont Architekt Michel. Das Haus Nr. 12 stammt aus der gleichen Bauzeit, ist nicht denkmalgeschützt, gilt aber als erhaltenswert.   fra

Print Friendly